Hodel Beat AG
Längmatt 6, 6218 Ettiswil, Switzerland, Heimiswil
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Es gibt Vermieter, die leidenschaftlich in die Instandhaltung ihrer Immobilien investieren. Und dann gibt es Vermieter mit beispielloser Hartnäckigkeit, die jede Form von Investitionen meiden. Willkommen in der faszinierenden Welt von „Es ist, was es ist. Es bleibt, was es ist.“ Schon beim Betreten der Wohnung wird deutlich, dass sich seit der Jahrtausendwende nicht viel verändert hat. Ein Wasserhahn aus dem letzten Jahrhundert erinnert an vergangene Zeiten. Warum Geld ausgeben, wenn der Mieter damit zu kämpfen hat? Schließlich wird vom Mieter erwartet, dass er die Wohnung sauber hält. Was sind ein paar Hundert Franken für einen neuen Wasserhahn im Vergleich zum Engagement des Mieters, der bereitwillig jeden Winkel und jede Ritze reinigt? Und als ob das nicht genug wäre, gibt es noch die Fallstricke im Kleingedruckten des Mietvertrags – die Endreinigung der Spülmaschine. Ein Blick ins Schweizerische Obligationenrecht verrät jedoch, dass solche Vereinbarungen laut Artikel 267 Absatz 2 verboten sind. Aber wer braucht schon Rechtsklarheit, wenn man den Mieter mit zweifelhaften Forderungen beschäftigen kann? Aber das ist noch nicht alles. Wenn der Mieter dem Vermieter kündigt, erhält er ein mehrseitiges Dokument mit einer ausführlichen Auflistung der Reinigungswünsche. Bei der Wohnungsübergabe werden diese „Reinigungswünsche“ akribisch geprüft und wenn etwas nicht den Vorstellungen des Vermieters entspricht, wird eine Entschädigung verlangt. Eine lukrative Einnahmequelle, getreu dem Motto „Jeder Cent zählt.“ Insgesamt gesehen sind unerfahrene Mieter durchaus willkommen. Eine kluge Strategie, die jedoch einen schlechten Beigeschmack hinterlässt. An dieser Stelle würde ich jedem Mietinteressenten dringend empfehlen, bei der Übernahme der Wohnung jedes Detail zu fotografieren. Ja, auch die Staubkörner verdienen Aufmerksamkeit. Denn man weiß nie, welche absurden Forderungen am Ende des Mietverhältnisses gestellt werden. Vielleicht haben wir nicht perfekt geputzt und vielleicht sogar vergessen, den Zustand der Wohnung bei der Übergabe bis ins kleinste Detail zu fotografieren. Unter diesen Umständen möchte ich keine Empfehlung dafür oder dagegen aussprechen. An dieser Stelle rate ich jedem Mietinteressenten dringend, bei der Übernahme der Wohnung jedes Detail zu fotografieren. Aber eines ist sicher: Verständnis für unkomplizierte, pünktlich zahlende und gewissenhafte Mieter ist auf keinen Fall zu finden.